Mittwoch, 16. Juli 2014

ZDF-DESASTER 

„Hallo Deutschland“, jemand zu Hause? (Screenshot)
Am Montag, 14. Juli 2014, flimmerte um genau 17:21 Uhr ein Kleinod künstlerischer Phantasie über unsere weltmeisterlichen TV-Bildschirme. (Das Ganze zum Nachgucken in der ZDF-Mediathek.)

Wahrscheinlich können wir die Ausmaße dieses Meisterwerks heute noch gar nicht in Gänze begreifen. Unseren Nachfahren wird es obliegen, diese brillante Sternstunde distanzierter öffentlich-rechtlicher Berichterstattung ausreichend zu würdigen.

Dieser Blogpost soll dafür sorgen, dass diese 2:31 Minuten aus dem Zwei-Finger-Sender nie vergessen werden.

Zunächst die schnöde Transkription:
Constanze Polaschek: Fünfzigtausend Fans in der Arena. Alle fiebern mit. Und plötzlich! 
O-Ton TV-Kommentator: Er kommt an. Mach ihn, mach ihn, er macht ihn. 
Constanze Polaschek: Jetzt gibt’s kein Halten mehr. Und ich bin mittendrin. 
O-Ton TV-Kommentator: Mario Götze. Das ist doch Wahnsinn. Jetzt ist es vollbracht. Jaaaa! Weltmeister!
Constanze Polaschek: Haben wir gewonnen? Haben wir gewonnen? Haben wir gewonnen?
Interviewpartner: Weltmeister! Jaaaaaa! Weltmeister! Jaaaaaa! Jaaaaaa! Weltmeister! 
Constanze Polaschek: Jaaaaaa! Wir sind Weltmeister! Was mache ich hier eigentlich? Ich muss neutral berichten, ich bin ZDF. Ach was. Jaaaaaa! 
Interviewpartner: Wir sind Weltmeister! 
Gesang: We are the champions. No time for losers. 
Constanze Polaschek: Wer hat denn das Tor geschossen? 
Interviewpartner: Natürlich, hier. 
Constanze Polaschek: Nee, Götze. 
Gesang: 'Cause we are the champions. 
Constanze Polaschek: Kann ich mal bitte einen der Verantwortlichen vom ZDF sprechen? Wer hat mich heute hier hingeschickt? Das ist echt der allerletzte Scheiß-Job. 
Interviewpartner: Endlich haben wir es geschafft. Deutschland ihr seid super.
Constanze Polaschek: Wer wird 2018 Weltmeister? 
Interviewpartner: Deutschlaaaaaaaand. Deutschlaaaaaaaand. Wer sonst? Wer sonst? Was ist denn das für eine Frage? 
Constanze Polaschek: Ich habe dich akustisch nicht verstanden. 
Interviewpartner: Was für ne Frage?! 
Constanze Polaschek: Und so wird gefeiert bis in den Morgen. Hilfeeee! 13. Juli 2014, Deutschland ist Fußball-Weltmeister und ganz ehrlich: Ich glaube nicht, dass jemals wieder normales Leben in Deutschland möglich sein wird. Ihr entschuldigt mich.

Mal eben kurz auf das Diktiergerät meines Handys gesprochen, klingt das übrigens so:



UND DAS VON UNSEREN GEBÜHREN RUNDFUNKBEITRÄGEN!

Wie man kostbare WM-Sendezeit, zumindest anders, füllen kann, beweist der Sportsender ESPN aus den traditionell fußballverrückten USA. Film ab!




tl;dr: Eine Sternstunde distanzierter öffentlich-rechtlicher Berichterstattung. Das ZDF im Deutschland-Taumel. Eine Transkription und ein großartiges Gegenbeispiel aus den USA.


Montag, 30. Juni 2014

FUSSBALL-REFORMEN (1) 

Machen 40 Schiedsrichter 'ne Party 
Fußball ist ein geniales Spiel. Die Regeln sind im Grundsatz global gültig und von den obersten Profiligen bis unten zu Hartplatzbolzern der Kreisligen identisch. Nur wenige Reformen waren im Laufe der Zeit notwendig, um das Spiel attraktiver zu machen. Die Einführung des Elfmeterschießens, der gelben und roten Karte, der Rückpassregel und andere haben das Spiel nie im Kern getroffen. Das ist gut und soll auch so bleiben.

Dennoch würde ich mir ein paar Änderungen wünschen. Viel mehr als Kosmetik ist es zwar nicht, aber meines Erachtens könnten sie dazu beitragen, das Spiel noch interessanter und gerechter zu machen.


1. Weg mit der Torlinientechnik!
Sie ist der heißeste Shit bei dieser WM. Sie kommt aus Deutschland (von der Firma GoalControl GmbH aus dem Aachener Vorort Würselen). Viele können nicht genug von mir ihr bekommen. Und dennoch bin ich strikter Gegner der Torlinientechnik.

Fußball lebt nicht nur von Emotionen, sondern auch von Fehlentscheidungen und Legendenbildung. Klar, es geht hier mittlerweile um viele, viele Millionen, aber dennoch ist und bleibt es hoffentlich ein Spiel.

Diese Torlinientechnik ist so teuer (rund 300.000 Euro pro Stadion), dass sie nur in den oberen Spielklassen eingeführt werden kann. Und das finde ich grundsätzlich nicht in Ordnung. Das Tor ist in jeder Klasse gleich groß, jede Mannschaft spielt mit der gleichen Anzahl Spieler und auch Tor sollte überall sein, wenn der Schiedsrichter (gerne in Zusammenarbeit mit seinen Assistenten) auf Tor entscheidet.

Außerdem geht mir die Technikhörigkeit etwas auf den Senkel (Puh, endlich mal Kulturpessimismus von mir)! Jede Technik kann manipuliert werden, jede Technik ist fehleranfällig. Und diese Diskussionen, die wir dann haben, wenn in einem wichtigen Spiel selbst die Torlinientechnik uns kein klares Ergebnis zeigt, will ich nicht unbedingt haben. Und diese kommt. Ganz sicher.


2. Führt Zeitstrafen ein!
Fehlverhalten kann ein Schiedsrichter heute nur mit Freistoß, gelber oder roter Karte ahnden. Die Bandbreite bei Verstößen gegen das Regelwerk (aktuelle DFB-Regeln können hier als PDF heruntergeladen werden) ist aber viel größer.

Spielverzögerungen oder das Trikotausziehen beim Tor-Jubeln werden heute kaum mit Gelb geahndet, weil die Strafe im Vergleich zu groben Fouls den meisten Schiedsrichtern viel zu hart erscheint. Eine praktikable Lösung wäre die Einführung von Zeitstrafen, wie sie es beim Eis- oder Feldhockey schon lange gibt.

Ein Beispiel: Für eine wiederholte Spielverzögerung sollte es fünf Minuten Zeitstrafe für den Spieler (verzögert der Torwart, sollte ein vom Mannschaftskapitän zu bestimmender Feldspieler als Ersatz rausgehen) geben. Sofortige Konsequenz: Ein Spiel würde sicherlich nicht mehr arg verzögert werden. In der Schlussphase einen Mann weniger auf dem Platz zu haben, erscheint weniger lukrativ als paar Sekunden zu schinden.

Fliegt doch einer kurzfristig vom Platz, würde das Spiel taktisch reizvoller, weil sich eben eine der Grundvoraussetzungen des Spiels, das elf gegen elf, kurzfristig ändern würde.


3. Keine Gelbsperren im Finale!
Bei dieser WM wird es nicht passieren, in der UEFA Champions League ist es aber schon oft vorgekommen. Ein Spieler sieht im Achtelfinale eine gelbe Karte wegen eines dummen Fouls und im Halbfinale wegen einer umstrittenen Handspiel-Entscheidung des Schiedsrichters die gelbe Karte. Konsequenz: Er fehlt im Finale.

Besonders brutal war dies beim Champions-League-Finale 2012. Mit Luiz Gustavo, David Alaba und Holger Badstuber (alle FC Bayern München) sowie Raul Meireles, Branislav Ivanovic und Ramires (alle FC Chelsea) waren gleich sechs Spieler gesperrt.

Die Idee dahinter ist ja ganz gut. Jemand, der oftmals gelbwürdig gegen das Regelwerk verstößt, soll nicht immer nur mit einer Verwarnung davonkommen. In der Bundesliga setzt man nach der fünften Gelben für ein Spiel aus, bei großen internationalen Turnieren oder im Europacup nach der zweiten.

Wenn zwei Klubs oder Nationen ein großes Finale erreichen, sollen bitteschön auch die jeweils besten auf dem Platz stehen. Die aktuelle Regelung um den Passus „nach dem Halbfinale werden alle Gelbsperren für ein Spiel ausgesetzt“ zu ergänzen, kann so schwer nicht sein. Ich halte das auch für die Spieler nur menschlich fair. Wie oft hat denn ein Fußballer mal die Chance, ein Finale zu erreichen?


4. Verkleinert die Europameisterschaft!
Als Pendant zur Fußball-WM hatte ich die Endrunde zur Europameisterschaft lieb. Das Teilnehmerfeld war überschaubar, die meisten Spieler waren mir ein Begriff, es gab quasi nur Topspiele.

Von 1960 bis 1976 spielten nur vier Länder um den Titel. Von 1980 bis 1992 gab es acht Mannschaften, die sich für die Endrunde qualifizierten. In den Turnieren 1996 bis 2012 waren dann schon 16 Teams am Start. Bei der nächsten EM 2016 in Frankreich wird die Rekordzahl von 24 Teilnehmern erreicht.

Die UEFA kann mit diesem großen Turnier natürlich viel mehr Geld einnehmen. Die EM ist damit aber nur noch die kleine (europäische) WM-Schwester, nicht mehr die eigentlich spielerisch anspruchsvollere.

Mir gefällt es aber auch aus sportpolitischen Gründen nicht: Diese Mega-EM kann von kleineren Staaten nicht mehr alleine gestemmt werden. Die Kosten für die Stadien und die Infrastuktur sprengen jeden vernünftigen Rahmen. Schade drum, hier wäre weniger mehr.


Reaktionen: Wie Ihr denkt – aktueller Stand (01.07.14, 18:30 Uhr) bei Twitter & Facebook:
1. 4 x Ja, 1 x Remis, 9 x Nein
2. 9 x Ja, 2 x Remis, 4 x Nein
3. 3 x Ja, 2 x Remis, 8 x Nein
4. 7 x Ja, 2 x Remis, 5 x Nein 
Vorschau: In einem zweiten Teil wird es hier bald um den DFB-Pokal gehen, im dritten um die Bundesliga und den Europapokal.


tl;dr: Ein paar Forderungen an den Fußball: Weg mit der Torlinientechnik! Führt Zeitstrafen ein! Weg mit den Gelbsperren im Finale! EM mit 8 Ländern!



Sonntag, 22. Juni 2014

BLOGPARADE 

Bei den „Simpsons“ wird Deutschland Weltmeister.
Endlich ein WM-Text. Vor lauter WM-Gucken komme ich nicht dazu, selbst in die Tasten zu hauen. Zumindest bisher. Ich nehme das Stöckchen von Chucky Goldstein gerne auf und orientiere mich an den Fragen der Blogparade von Vert et blanc.

Mein erstes bewusstes WM-​Erlebnis war?
1990 – DIE Weltmeisterschaft überhaupt. Ein halbes Jahr zuvor fiel die Berliner Mauer, im März durften die DDR-Bürger erstmals frei wählen, die D-Mark wurde am Tag des Viertelfinals gegen die Česká a Slovenská Federativní Republika eingeführt, der Weg zur deutschen Einheit war nicht mehr aufzuhalten. Und dann diese WM!

Wir sprechen heute von der Heim-WM 2006, die erstmals so etwas wie ein positives deutsches Nationalgefühl wieder zuließ. Damit wird aber das welthistorische Wunderjahr 1989/1990 verdrängt. Wahrscheinlich ob der ekelerregenden Auswüchse des bei einigen Ewiggestrigen sich verselbständigen Nationalismusses, der damals im Windschatten des Einheitsgefühls an Fahrt aufnahm. Aber – in meiner Erinnerung – im Sommer 1990 war das alles noch weit weg. Wie ich ja auch.

Ich ging in die fünfte Klasse einer kleinen katholischen Grundschule im Norden Berlins. Vorrunde, Achtel- und Viertelfinale guckte ich noch zu Hause mit Schwestern und Papa auf unserem kleinen Fernseher in der Küche. Dann ging es auf Klassenfahrt nach Langeleben in die niedersächsische Provinz. Und da keimte in uns allen ein einzigartiges Zusammengehörigkeitsgefühl auf. Wir labten uns einfach am tollen Fußball der Nationalmannschaft – ohne politische Hintergedanken. Unsere Stars waren die Berliner Pierre Littbarski und Thomas Häßler, und natürlich die im Ausland spielenden Stützen des Teams, Lothar Matthäus, Andi Brehme und Jürgen Klinsmann (ich fand allerdings damals schon Kalle Riedle weit spannender). Und wie im Finale aus Guido der „Diego“ Buchwald wurde, faszinierte uns alle.

Mit welcher WM-​Legende würde ich gern einmal Doppelpass spielen?
Je älter man wird, desto weniger (Fitness + intellektuell) kann man mit den jungen Dingern anfangen und je spannender werden die Alt-Stars aus der eigenen Jugend. Deshalb verzichte ich auf einen Doppelpass im fußballerischen und beantworte die Frage im übertragenen Sinne.

Ich würde mich gerne einmal mit Lothar Matthäus auf der Dachterrasse seines Appartements in lovely Budapest unterhalten. Themen wären: seine heutige Außenwirkung, seine (aus meiner bescheidenden Sicht) falschen Berater und natürlich über Fußball. Dass Matthäus mehr Ahnung vom Fußball als wir alle zusammen hat, ist wohl unbestritten. Dass er dies aber viel zu selten aufblitzen lässt (bei sky ist er sicherlich der beste Experte), macht mich irgendwie traurig. Ebenfalls natürlich, dass kein deutscher Verein ihm eine wirklich Chance einräumt (aus Angst, die eigenen Fans würden dies nicht mittragen). Ja, ihr Nürnbergs und HSVes dieser Republik, fühlt Euch angesprochen!

Welchem TV-​Kommentator werde ich bei der WM gerne zuhören?
Ganz klar: Oliver Schmidt im ZDF und mit Abstrichen Tom Bartels in der ARD. Beide sind ihren Sender-Kollegen weit voraus. Vielleicht liegt es daran, dass sie relativ frisch auf dem Äther sind und eine gewisse Unbekümmertheit mitbringen. Ich jedenfalls fühle mich von beiden kompetent informiert. Grundsätzlich beteilige ich mich ja eh nicht am beliebten Kommentatoren-Bashing (#kommbash). Bis auf bei Wolf-Dieter Poschmann (ZDF). Bei dem habe ich immer das Gefühl, dass er die Schönheit dieses Spiels bis heute nicht wirklich begriffen hat.

Die Iren haben sich für die WM am Zuckerhut leider nicht qualifiziert. Welchem weiteren Land drücke ich neben Jogis Jungs als „Zweitteam“
 die Daumen?
Ein wirkliches Lieblingsteam habe ich nicht. Meine Sympathien verteilen sich immer nach den Akteuren auf dem Platz. Und da sind dann die Nationen, die aktuelle oder ehemalige Bayern-Spieler aufbieten können, weit vorne. Seit Jahren wachsen mir daher die Niederlande besonders ans Herz. Man hat mich in den letzten Tagen auch schon spontan vor LKWs der Berliner Umzugsfirma Robben & Wientjes jubeln sehen: ARJEN ROBBEN!

Positiver Nebeneffekt: Dadurch, dass dort überdurchschnittlich oft Bayern-Spieler im Kader sind, beschäftige ich mich seit Jahren intensiver mit der Elftal. Dass wiederum eröffnete mir einen ganz besonderen Zugang zum erfrischendem Offensivfußball unserer Nachbarn. Ja, ich kann sagen, der Niederlande wünsche ich den Titel mehr als jedem anderen Land (außer vielleicht Bosnien-Herzegowina aus politischen Gründen).

Zu Jogis Jungs: Meine beiden Lieblingskicker aus dem deutschen Kader sind?
Da regt mich ja die Frage schon auf, würde Frau Hoppenstett sagen. Ich mag Spieler in allen Nationen. Naturgemäß haben Kicker einen Vorteil, die sich ihre Meriten beim FC Bayern verdienen, zuvorderst Arjen Robben und Thomas Müller. Nicht verhehlen kann ich auch große Sympathien für Cristiano Ronaldo (alleine schon deswegen, weil Du ihn nicht magst) und – meine Entdeckung dieses Turniers – Olivier Giroud. Ein ganz famoser Balltreter, der sein Können ja auch schon in Spielen seines Londoner Klubs Arsenal gegen den FC Bayern aufblitzen ließ.

Wie weit kommen Jogis Jungs?
Weil die Auslosung den Deutschen wohl erneut Glück bescherte, dürfte das Viertelfinale auf alle Fälle drin sein. Und dann entscheidet die Tagesform. An einen Titelgewinn glaube ich nicht, da sind einfach zu viele Baustellen im Team. Vier Innenverteidiger statt einer guten Mischung Außen/Innen, die nicht zu hundertprozentig fitten 6er Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira, dazu eine fehlende Alternative zu Thomas Müller (Miroslav Klose ist in entscheidenden Spielen keine mehr, glaubt mir). So kann man nicht Weltmeister werden. Widerspruch?

Wer wird am 13.​07.​2014 im Maracanã Weltmeister?
Vor dem Turnier hatte ich nicht wirklich spektakuläre Tipps auf Lager: Argentinien oder Brasilien. Jetzt, nach 1 ½ Spieltagen, lehne ich mich mal aus dem Fenster: Frankreich macht's.
1. Weil die Niemand auf der Rechnung hat.
2. Weil sie als einziges der großen Nationen in beiden Spielen überzeugt haben.
3. Weil es ein Team ist. Die profitieren meines Erachtens sogar vom Ausfall ihres Superstars Frank Ribéry. Frankreich spielt befreit auf und ist jetzt nicht mehr von einem Spieler abhängig, der sich im letzten halben Jahr sowieso in einem veritablen Formtief befand.
4. Les Bleus spielen nicht nur gnadenlos effektiv (das Schweiz-Spiel!), sondern auch mit der nötigen Aggressivität. Es macht einfach Spaß, den Franzosen beim Kicken zuzusehen.


Aber vielleicht kommt alles ganz anders und die „Simpsons behalten doch Recht:




tl;dr: Die WM 1990 war mein Lieblingsturnier. Oliver Schmidt vom ZDF ist bester Kommentator. Arjen Robben ist der Größte. Und Frankreich wird Weltmeister, weil Ribéry fehlt.

Donnerstag, 29. Mai 2014

WAHLBETEILIGUNG 

Im „dynamisch großen Parlament“ bleiben bei niedriger Wahlbeteiligung einige Plätze zukünftig frei.

Kaum wurden am Sonntag die Wahlkabinen geschlossen und die -urnen geöffnet, stimmten Bürger, Medien und Politiker den alten Schlager an: Die Wahlbeteiligung ist zu niedrig!

Vor allem im Osten der Europäischen Union nutzen die Wähler ihr gutes Recht dramatisch selten. In der Slowakei fanden nur 13 (!), in Tschechien 20, in Slowenien 21, in Polen 23 und in Kroatien nur 25 Prozent der Berechtigten den Weg ins Wahllokal.

Deutschland liegt mit einer Wähler-Quote von 48 Prozent knapp über'm Schnitt von EU-weit 43 Prozent. Einzig in Belgien und Luxemburg, wo allerdings Wahlpflicht herrscht, stimmten neun von zehn Bürgern ab.

Die Gründe für die niedrige Beteiligung liegen meines Erachtens auf verschiedenen Feldern:

 • allgemeine Politikverdrossenheit
 • gebrochene Wahlversprechen
 • persönliche und institutionelle Skandale
 • komplizierte politische Prozesse
 • Gefühl, keinen Einfluss zu haben

Vor allem der letzte Punkt hat mir in den letzten Tagen keine Ruhe gelassen. Da muss sich doch eine gute Antwort drauf finden lassen.

Meine Idee: Führen wir das „dynamisch große Parlament“ ein!

Im jetzt neugewählten EU-Parlament gibt es 751 Sitze. Wir vergrößern es auf virtuell 1.000 Sitze. Jedem Staat steht weiterhin – je nach Bevölkerungsanzahl – eine feste Sitzanzahl zu. Diese Plätze werden jedoch nach der nationalen Wahlbeteiligung besetzt.

Ein Rechenbeispiel: Deutschland hat derzeit 96 Mandate, im „dynamisch großen Parlament“ würden uns 128 Sitze zustehen. Gehen nur 48 Prozent der Wähler zur Wahl, würden von den 128 Sitzen also nur 61 besetzt werden. Wollen wir die gleiche Anzahl deutscher Politiker ins EU-Parlament schicken wie bisher (also 96), bräuchten wir eine Wahlbeteiligung von 75 Prozent. Die restlichen Plätze bleiben einfach leer.

Das hätte gleich mehrere Vorteile. Die Politiker, selbst die auf vermeintlich guten Listenplätzen, müssen sich doppelt anstrengen, eine hohe Wahlbeteiligung zu erreichen. Die Bürger merken, dass ihre Stimme respektive ihre Stimmenthaltung eine sofortige Konsequenz hat: nämlich weniger nationalen Einfluss in Straßburg und Brüssel. Und auch die Medien würden öfters und intensiver über politische Prozesse in Europa berichten. Der sportliche Aspekt des dynamisch großen Parlaments“ löst einen ganz neuen Reiz für die Berichterstattung aus.

Eine zweite Idee betrifft die „Regierung, die EU-Kommission. Bisher darf jedes EU-Land einen Kommissar benennen, der dann auch eine der 28 Brüsseler Behörden leitet. Zum Vergleich: Deutschland kommt mit 16 Ministern (inklusive der Kanzlerin) aus – obwohl die Bandbreite der Kompetenzen auf Bundesebene größer ist.

28 Mitglieder in der EU-Regierung sind viel zu viel. Eine klare Abgrenzung zwischen den Behörden ist bei dieser Anzahl kaum möglich, Kompetenzgerangel quasi institutionalisiert.

Die Lösung ist hier auch recht einfach. Wir reduzieren die Kommissarsposten auf überschaubare 15. Die Staaten mit den 15 höchsten Wahlbeteiligungen dürfen dann in der nächsten Legislatur einen Kommissar in Brüssel stellen.

Auch das wäre ein Anreiz für die Bürger, sich mehr einzumischen und ihre Stimme abzugeben. Umgehend würden Politiker aller Couleur in ihrem Land ihre Politik verständlicher formulieren. Und das wiederum animiert die Medien, intensiver zu berichten.

Eine klassische Win-Win-Win-Situation also.

(Diese Modelle können von EU-Ebene gerne auch im kommunalen Bereich, auf Länder- oder Bundesebene ausprobiert beziehungsweise übernommen werden.)


tl;dr: Ideen für eine höhere Wahlbeteiligung: Je weniger Menschen zur Wahl gehen, desto weniger Parlamentssitze werden vergeben. Einen EU-Kommissar stellen nur noch Länder, die sich für Europa-Politik begeistern.



Sonntag, 25. Mai 2014

TEMPELHOFER FELD 

Ich sage NEIN und JA zu 4.700
neuen Wohnungen mitten in Berlin.
Ein paar Mal war ich nach Schließung des Flughafens auf dem Tempelhofer Feld. Diese Oase mitten in der Stadt ist sehr angenehm und wohl einzigartig in der Welt. Diese möchte ich auch erhalten wissen – zumindest zum großen Teil.

Leider finden sich keine Zahlen, wie viele Berliner diese Fläche wirklich nutzen. Wenn ich dort war, waren es sicherlich immer mehr als einhundert gleichzeitig. Aber eine Mehrheit der Berliner nutzt das Feld nicht.

Eindeutiger ist die Sache, wenn man sich überlegt, wer von der heute abzustimmenden sogenannten Randbebauung profitieren würde: Alle Berliner.

In Umfragen liegen bezahlbare Mieten in der Hitliste der drängendsten Probleme der Berliner (hinter dem BER-Desaster) seit Jahren ganz vorne. Schlagworte wie Gentrifizierung, Luxussanierung, Ferienwohnungen etc. haben vor allem mit zwei Phänomenen zu tun:

1. Berlin ist sexy. Immer mehr Menschen wollen in Berlin wohnen. Rechnet man die immer kleiner werdenden Haushalte (Trend zu Single-Haushalten) hinzu, ist klar: Die Nachfrage nach Wohnraum steigt und steigt.

2. In der Mietenpolitik hat Berlin im letzten Jahrzehnt vieles falsch gemacht. Freistehende Wohnungen in unbeliebten Kiezen wie Marzahn wurden zurückgebaut. Förderungen für Sozialwohnungen meist nicht verlängert. (Dies übrigens unter einem rot-roten Senat; ich will aber nicht ablenken.) Beides befeuerte den Mietspiegel. Dieser ist Grundlage, um wie viel Vermieter ihre Wohnungen teurer machen können.

Dass wir heute in Top-Lagen die gleichen Preise wie in den traditionell kostenintensiven Städten Hamburg und München aufrufen, ist eigentlich unmöglich. Wirtschaftlich hängen wir hinter diesen Orten so weit hinterher, dass man sich die Preise ohne einen ordentlichen Spekulationsaufschlag nicht erklären kann.

Lasst uns also das Angebot an verfügbarem Wohnraum deutlich steigern! So nehmen wir denjenigen den Wind aus den Segeln, die von der stärker gewordenen Nachfrage profitieren. Dazu gehört übrigens eine der engagiertesten Tempelhof-Aktivistinnen. Diese vermietet laut dem „Berliner Tagesspiegel“ früher privat genutzte Wohnungen als Ferienwohnungen – und hat aus finanziellen Gründen logischerweise wenig Interesse an der Randbebauung.

Wir reden von Montag bis Samstag von bezahlbaren Mieten für alle Berlinerinnen und Berliner. Und am Wahlsonntag (ergo heute) stimmen wir gegen ein gigantisches Projekt, dass uns dabei helfen wird, dieses Ziel zu erreichen?

Ich kann wirklich nicht verstehen, warum die Initiative „100 Prozent Tempelhofer Feld“ so kompromisslos ist. Nur ein kleiner Teil der riesigen Fläche soll nach den Plänen des Senats und des Abgeordnetenhauses bebaut werden. Über was wir reden, zeigt eine Infografik der „Berliner Morgenpost“ eindrucksvoll.

Wir haben heute also die Wahl: 4.700 neue Wohnungen oder 0 neue Wohnungen. Wofür ich mich da entscheide, ist klar. Ich stimme heute bei Frage 1 mit NEIN und bei Frage 2 mit JA.


Nachtrag: Mein Freund Christian sieht das anders. Ist aber auch okay! (:



tl;dr: Beim heutigen Volksentscheid steht nicht nur die Zukunft des Tempelhofer Feldes auf dem Spiel, sondern auch die Höhe der Mieten in Berlin. Deshalb stimme ich für eine maßvolle Randbebauung.



Dienstag, 29. April 2014

BAYERN-SAISON 2013/2014 

Um ihn geht's: Jungs, erobert das Ding erneut!
Die Bayern scheiden heute im Halbfinale der Champions League gegen Real Madrid aus. Sagt mir mein Gefühl. Seit Tagen überwiegt bei mir der Pessimismus. Und das kommt seltener vor als Bayern-Niederlagen im Jahr 2013.

Die Mannschaft ist in den letzten Wochen oftmals nur noch eine Karikatur ihrer selbst. Zwar kommt sie weiterhin auf überragende Ballkontaktwerte, kann diese aber zu selten in Zählbares umsetzen.

Noch nie hat ein Verein seit Einführung der Champions League 1992/1993 den Titel verteidigen können. So wie einst Real Madrid ab 1955/1956 fünfmal den Pott gewann oder die Beckenbauer-Bayern in den 70ern immerhin noch dreimal hintereinander triumphieren konnten wird es wohl nie wieder solche eine Ära im europäischen Vereinsfußball geben.

Die Gewinner des Vorjahres schafften es in den letzten 18 Jahren nur noch ein einziges Mal (Manchester United 2007/08) überhaupt ins Finale. Tendenz: Sie scheiden immer früher aus.

1992/93: Olympique Marseille – nächste Saison: gesperrt
1993/94: AC Mailand – Finale
1994/95: Ajax Amsterdam – Finale
1995/96: Juventus Turin – Finale
1996/97: Borussia Dortmund – Halbfinale
1997/98: Real Madrid – Viertelfinale
1998/99: Manchester United – Viertelfinale
1999/00: Real Madrid – Halbfinale
2000/01: FC Bayern München – Viertelfinale
2001/02: Real Madrid – Halbfinale
2002/03: AC Mailand – Viertelfinale
2003/04: FC Porto – Achtelfinale
2004/05: FC Liverpool – Achtelfinale
2005/06: FC Barcelona – Achtelfinale
2006/07: AC Mailand – Achtelfinale
2007/08: Manchester United  Finale
2008/09: FC Barcelona – Halbfinale
2009/10: Inter Mailand – Viertelfinale
2010/11: FC Barcelona – Halbfinale
2011/12: FC Chelsea – Vorrunde
2012/13: FC Bayern München – ?

Alle große, gar dominierende Mannschaften der letzten Jahre, ob Ajax Amsterdam, Real Madrid oder der FC Barcelona scheiterten also an der Mammutaufgabe Titelverteidigung.

Woran das liegt? Die Leistungsdichte an der Spitze ist heute so eng, dass nicht mehr das spielerische Material den Ausschlag gibt. Das Mentale entscheidet heute über Tod oder Gladiolen.

Um große Titel zu gewinnen, braucht es heute vor allem einen extremen unnachahmlichen Erfolgswillen. Und der stellt sich naturgegeben bei denen eher ein, die den Pokal nur aus großer Nähe kennen. Wer bereits Top of the Pops ist, ruht sich eher auf seinen Meriten aus.

Auch wenn es eigentlich Selbstverständlichkeiten sind: Da stehen im Schnitt Mitte-Zwanzigjährige auf dem Platz. Was die an (medialem) Druck aushalten müssen, können wir uns höchstens entfernt vorstellen. Mit totalem Erfolg umzugehen, ist übrigens nicht viel einfacher als mit häufigen Niederlagen. Der Erwartungsdruck, der auf den Spielern lastet, ist immens hoch. Der Bayern-Viertelfinalgegner Manchester United – klarer aktueller Meister in der starken englischen Premier League – wird sogar allgemein verbindlich zum „Freilos“ abgestempelt.

Unter diesen Begebenheiten ist diese erste Saison unter Trainer Pep Guardiola bereits jetzt ein großer Erfolg. Die Mannschaft hat national fast alle Rekorde gebrochen, wurde quasi im Winter bereits Deutscher Meister. Sie steht im Halbfinale der Königsklasse und kann auch noch den DFB-Pokal gegen den Dauerrivalen Borussia Dortmund erringen. Das ist unter'm Strich die wohl zweitbeste Saison einer deutschen Mannschaft aller Zeiten – überboten nur vor der vorherigen.

Natürlich drücke ich meinem Verein heute die Daumen. Wäre ich im Stadion, würde ich das Team bedingungslos anfeuern  den Trainer inklusive. Vielleicht schafft der FC Bayern ja heute doch noch sein Miracle. Und wenn nicht, bleibt 2013/2014 dennoch ein außergewöhnlicher Erfolg. Dann greifen wir eben im nächsten Mal erneut an.


tl;dr: Der FC Bayern scheidet heute gegen Real Madrid aus – weil die Spieler dem mentalen Druck nicht (mehr) gewachsen sind. Trotzdem ist die Saison ein grandioser Erfolg.


Montag, 14. April 2014

TWITTER 

Danke, Ingo Zamperoni! (Bild: blog.tagesschau.de)
Dieses Twitter-Dingens ist für Menschen, die nicht mit dabei sind, nur schwer zu durchschauen. So ging es mir auch jahrelang. Zwar habe ich es als Informationsquelle hin und wieder genutzt, aber selber tweeten? Wen interessiert schon, was ich da reinschreibe?

Mittlerweile habe ich durch Twitter neue Freunde und meinen derzeitigen Job gefunden (dazu an anderer Stelle mehr). Ich bin mit stetiger Begeisterung dabei. Twitter gehört zu meinem Tagesablauf wie E-Mail, Telefon und Fußball.

Im Twitter-Universum ergeben sich spontan immer wieder nette Geschichten, die einfach Spaß machen. So wie diese heute tagsüber zwischen mir, ARD-Washington-Korrespondent Ingo Zamperoni und meiner lieben Timeline.

Die ganze Story erzähle ich hier nach (Direktlink).



Nachtrag: Der hochgeschätzte Claus Junghanns hat auch mal sein Twitter-Verhalten verbloggt. Grundsätzliches zu Twitter hat der fabulöse Frank Bergmann hier veröffentlicht.


tl;dr: Warum ich Twitter nutze. Meine heutiger kurzer Schabernack über und mit ARD-Journalist Ingo Zamperoni zeigt, wie viel Spaß im Kurznachrichtendienst steckt.


Montag, 17. März 2014

KRIM-KRISE 

Oft, wenn ich nicht schlafen kann (Hallo, Vollmond!), grübele ich über meine eigenen Probleme, die meines Umfeldes oder gleich die der ganzen Welt nach. Konzentrieren wir uns auf die größeren.

Was da grad auf der Krim abgeht, macht nachdenklich. Ich bin ja noch aufgewachsen mit der ständigen Angst vor einem Atomkrieg. Hätte man mich als achtjährigen Steppke gefragt, wovor ich am meisten Angst habe, wären die Prioritäten wohl so ausgefallen:

  1. Unfall oder Krankheit der eigenen Eltern
  2. Verlust meines aktuellen Lieblingsspielzeuges
  3. Atomkrieg zwischen der UdSSR und den USA

Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs vor 25 Jahren war diese Atom-Sorge mit einem Schlag vorüber. (Beim Sturz Gorbatschows 1991 spielte sie, trügt mich meine Erinnerung nicht, nochmal kurz eine Rolle.)


Europa: Freude, schöner Götterfunken!
Man lebte dann so vor sich hin, wurde erwachsen, baute sich etwas auf und zerstörte dies auch gleich wieder  und fing wieder von vorne an. Bekannte und Freunde wurden krank; mittlerweile gehören Beerdigungen zum Leben. Beziehungen und Ehen im Umfeld wurden geschlossen und lösen sich blöderweise auch wieder auf. Kinder wurden geboren – jedes ein kleines Wunder für sich. Alles in allem ein normales Leben, wie wir Mitteleuropäer es fast alle führen.

Und jetzt der surreale Gedanke, dass so etwas wie ein Kalter Krieg wieder kommen könnte. Atomangst? Passt doch echt nicht in meine Lebensplanung.

Beide Seiten im aktuellen Krim-Konflikt werfen sich mit wachsender Intensität Nationalismus vor. Die Russen sagen, auf dem Euromaidan und in der neugebildeten Regierung hätten die Faschisten das Sagen. Die westlich orientierten Ukrainer und fast der gesamte Westen werfen dagegen Putin abwechselnd Wahnsinn und zaristische Großmannssucht vor.

Meine Position in dem Konflikt ist recht klar; wenn auch nicht völlig fundiert. Es ist eher so ein Bauchgefühl. Ohne Zweifel: Echte Demokratie und das Selbstbestimmungsrecht der Ukrainer sind richtig. Aber würde ich dafür kämpfen?

Einschneidende Momente für mich waren die bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen auf dem Euromaidan. Dass nur zwei Flugstunden von Berlin entfernt junge Menschen mit der Europafahne in der Hand sterben, war nicht vorstellbar.

Während wir uns um EU-Richtlinien für Olivenöl-Kännchen streiten, riskieren andere für den europäischen Traum ihr Leben.

Es wird Zeit für ein neues Europa-Gefühl. Ein positives Europa-Gefühl. Eines, das uns daran erinnert, wo wir herkommen. Ein Europa, das auf unserer Geschichte und auf universellen Werten aufbaut.

So ein Gefühl ist schwer greifbar und noch schwerer zu erklären. So wie sich in den letzten Jahren ein Berliner Lebensgefühl neu entwickelt hat, benötigen wir ein europäisches. Das muss verbindlich sein von Lissabon bis Helsinki, von Dublin bis Kiew (später gerne auch einmal bis Moskau).

Politik kann dafür eine Grundlage schaffen. Eine echte Europa(aus)wahl wäre da ein Anfang. Alles nur auf die Politik übertragen zu wollen, wäre aber zu kurz gedacht. Dem Sport, der Kunst und der Kultur sowie den Medien fallen entscheidende Rollen zu.

Ein besonders gelungenes Beispiel für die Schaffung des europäischen Spirits gab es 2010. Beim Eurovision Song Contest in Oslo gelang dem norwegischen Fernsehen für sieben Minuten eine faszinierende Aktion. Aber erinnert Euch selbst:



Das ist es, was ich meine: Wir. Alle. Zusammen. In. Europa. Damit lösen wir sicherlich nicht alle Probleme dieser Welt, aber wir fangen an, bei uns.


tl;dr: Plädoyer für ein europäisches Bewusstsein. Politik, Sport, Kunst, Kultur, Medien müssen unser Europa-Gefühl schärfen. Vor allem vor dem Hintergrund der Krim-Krise müssen wir uns auf gemeinsame Werte besinnen.